InShoes Ausgabe 4/2012
Foto: Jaeger PR

InShoes 4/12 - ab 16. Mai!

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MAKING-OF DER INSHOES-04/2010-BILDER

Lurchi, der Held aller Kinder,
zu Besuch: das ganze Interview!


Lurchi-Zeichner Dietwald Doblies hat mit dem Bleistift vorgezeichnet, wie der Comicstar bei InShoes Rede und Antwort steht... (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)... und so sieht die Szene getuscht und reingezeichnet aus. (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Lurchis Fund in der Schatzkiste als Vorzeichnung... (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)... als Reinzeichnung... (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)... und als Reinzeichnung mit Hintergrund (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Das Lurchi-Team, wie es in den ersten Jahrzehnten aussah (Zeichnung: Salamander)Alles, was Sie über Lurchi wissen müssen (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Alles, was Sie über Unkerich wissen müssen (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Alles, was Sie über Piping wissen müssen (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Alles, was Sie über Mäusepiep wissen müssen (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Alles, was Sie über Igelmann wissen müssen (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Alles, was Sie über Hopps wissen müssen (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)Lurchi, der Held, tritt auf! (Zeichnung: Salamander/Dietwald Doblies)

Trotz seines Ruhms: Lurchi ist scheu! Keine Kameras, bitte. Lediglich Zeichner Dietwald Doblies war beim Redaktionsbesuch von Lurchi bei InShoes dabei und hielt die Situation für die Nachwelt fest. In unserer Fotoshow sehen Sie, wie aus Skribbles schön bunte Reinzeichnungen wurden und wie seine fünf ebenso weltbekannten Freunde heute aussehen. - Lesen Sie das ganze Interview mit Lurchi, ungekürzt und unredigiert!

InShoes: Hallo, Herr Lurchi. Wie schön, dass es geklappt hat. Setzen Sie sich doch hier einfach auf den Stapel Magazine.

Lurchi: Danke. Ja, ich freue mich auch sehr. Aber nicht so förmlich, sagen Sie doch bitte Lurchi und Du. - Aaah, ein Kaffee mit Tautröpfchen, danke, den kann ich nach dieser Anreise wirklich gut gebrauchen.

Wieso, gab es denn Schwierigkeiten?

Lurchi: Nichts Ernsthaftes. Die Runde Kicken mit Hopps, Unkerich und Piping ging gestern ziemlich lange, da bin ich heute erst spät losgekommen. Und auf der Autobahn hatten wir einen Platten – zum Glück ist es mir gelungen, den Wagen in ein Flugzeug umzubauen. Also, wenn Sie mich mal wieder einladen, lassen Sie bitte ein Fenster offen… (lächelt und zieht sich einen Glassplitter aus dem Hut)

Umso mehr: herzlich willkommen! Lurchi, wie kamst du zu der sagenhaften Lebensaufgabe, für Salamander in aller Welt aufregende Abenteuer zu bestehen?

Lurchi: Ich durfte  damals mit meinen Freunden mietfrei im Keller von Jakob Sigles Schusterwerkstatt in Kornwestheim hausen. Gemütlich, zwischen den dicken Lederballen. Als Gegenleistung musste ich aber tagsüber starr wie ein ausgestopfter Molch auf dem Salamander-Firmenlogo hocken. Kein Vergnügen. Irgendwann hatte ich davon die Nase gründlich voll (Lurchi  schneuzt geräuschvoll in ein Kleeblatt). Ich holte Hut und Schuhe aus meiner Kiste und marschierte in die Welt hinein. Unglaublich, was mir dort alles widerfuhr. Alle Welt wollte das nachlesen.

Neben deinen rustikalen braunen Halbschuhen…

Lurchi: Meine Lieblingsschuhen, supersolide und robust!

… waren immer die gleichen fünf Freunde an deiner Seite. Gab es oft Streit?

Lurchi: I wo, wir sind ein Team. Ohne das technische Know-How und den Forscherdrang von Kollege Igelmann, ohne das Sporttalent von Hopps und die Seebären-Ruhe von Unkerich wären die Geschichten häufig anders ausgegangen. Klar. Hinter den Kulissen gab es auch Zoff, unvermeidlich. Auf manchen Streich, manche Angstattacke und manche nutzlose Unkerei  hätte ich persönlich auch gut verzichten können. Die Betroffenen wissen,  was und wen ich meine. Aber sonst: tolle Jungs! Mehr hat mich genervt, dass ich lange Zeit ohne Kleider herumlaufen musste. Aber das ist zum Glück vorbei.

Ein Mädchen hat es nicht dauerhaft in euren Kreis geschafft.

Lurchi: Das stimmt. Meine Schwester Trine war eine Weile dabei. Ich muss immer noch lachen, wenn ich daran zurückdenke, wie sie Unkerich mit einem Krug Wasser übergoss, als er bei ihr einfach durchs Fenster einsteigen wollte. Er fand ihre rote Schleife todschick…  Ich habe vorgestern gerade mal wieder mit Trine telefoniert, ihre Kleinste hat Mumps.

Gute Besserung und Grüße unbekannterweise.

Lurchi: Das richte ich gerne aus.

Lurchi, fast immer sind es deine Schuhe, die bei deinen Abenteuern die Wende zum Guten  bringen. Ist das nicht ein bisschen überzeichnet?

Lurchi: Ich denke nicht. Wenn ich mit meinen Salamanderschuhen verschlossene Türen öffne, Eisenkäfige sprenge oder wilde Tiere in die Flucht jage, dann ist das ja auch metaphorisch zu verstehen.  Die Botschaft ist doch: Wenn du mit beiden Beinen und vor allem in solidem und passendem Schuhwerk sicher auf dem Boden stehst,  muss dir vor nichts bange sein. Und wenn du immer mutig und mit festem Tritt durchs Leben gehst, schaffst du die außergewöhnlichsten Dinge. Das ist doch eine schöne Sache, wenn die Kinder sich so etwas zu Herzen nehmen. Oder sind Sie anderer Meinung?

Bestimmt nicht. Trotzdem: Wie schaffst du das? Diese vielen unglaublichen Heldentaten! Gibt es da etwa einen unbekannten Stuntlurch, hmm?

Lurchi: Haha. (grinst) Nein, das bin ich immer selbst. Ist ja nicht so, dass ich nach Feierabend die Füße hochlege. Ich halte mich fit. Das ist wie bei Schuhen auch. Ich kann mit ihnen nicht durch Schlammkuhlen und Kloaken waten, sie nie pflegen und dann erwarten, dass sie nach Jahren aussehen wie neu. Sie müssen gesäubert, geputzt und in Form gehalten werden. Anders geht es nicht. Und wenn ich dann meine, ich nenne das mal: speziellen Tricks vorführe, weiß ich auch sicher, dass die „Tools“ an meinen Füßen jeder Belastung und jeder Situation standhalten. Das gibt Mut, immer wieder etwas Neues zu probieren.

Lurchi, was weißt du von der langen Geschichte der Firma Salamander?

Lurchi: Nicht soooo viel. Ich war ja meistens unterwegs. In Chroniken habe ich gelesen, dass das Unternehmen 1885 vom 23-jährigen Schuster Jakob Sigle in Kornwestheim gegründet wurde. Ab 1904 hieß es dann auch Salamander. Zehn Jahr später produzierten 2880 Leute schon zwei Millionen Paar Schuhe, die auch in eigenen Geschäften verkauft wurden. Nicht schlecht, oder? Die Historie war wechselhaft, ich persönlich wurde in den Jahren zur Ikone für Kinder. Seit 2009 gehört die Salamander GmbH mit ihren ausländischen Töchtern jedenfalls zur ara AG.

Was ist dir von deinen Abenteuern besonders in Erinnerung geblieben?

Lurchi: Meine Reise auf den Mars. Ein kleiner Schritt für einen Lurchi, aber ein großer Sprung für die Tierwelt… Aber im Ernst: Das war ein langer Weg von den klassischen Storys bis heute. Früher habe ich es richtig krachen lassen, auch mal Wein getrunken. Aus heutiger Sicht war ich also nicht immer ein gutes Vorbild. Zum Glück habe ich mich verändert. Von meinem Buddy Spider-Man habe ich aber gelernt: Aus großer Popularität entsteht große Verantwortung. Heute bin ich rücksichtsvoller, ruhiger und umweltbewusster. Nicht alle Veränderungen der Jahre haben mir allerdings gepasst. Vor zehn Jahren musste ich meinen Tirolerhut abgeben, um "moderner" zu werden. Zum Glück fanden meine Fans das auch doof. Mein 134. Abenteuer führte mich dann in die Vergangenheit zurück, und von dort konnte ich meinen geliebten Hut wieder mitbringen. Der ist mein Markenzeichen – neben den Schuhen natürlich.

Apropos. Wie gefällt dir die aktuelle Lurchi-Herbst/Winter-Kollektion?

Lurchi: Richtig gut. Die Schuhe sind strapazierfähig und echt frech. Wie gemacht für Abenteurer und Prinzessinnen. Für die Jungs gibt es robuste Boots, für Mädchen schöne Stiefel mit Fransen im Pocahontas-Stil und Halbschuhe mit Glitzersteinchen. Schick. Mit ihren Lurchi-Schriftzügen, Salamander-Motiven und Fähnchen im Lurchi-Design sind die Schuhe unverwechselbar.  Am besten aber ist der Lurch im Sohlen-Profil. Der macht „Eindruck“ – nicht nur bei mir, sondern auch im Sand und im Schnee. Und noch etwas Tolles: Ab sofort gibt es die Schuhe nicht nur in den Salamander-Filialen, sondern auch in vielen weiteren Fachgeschäften!

Sie traten vor vielen Jahren als mutiger schwarz-gelber Held in Superschuhen an, damals flog in Amerika auch ein gewisser Superman als erster seiner Art über bunte Heftchenseiten. Dessen Artgenossen feiern heute beispiellose Erfolge auf der Kinoleinwand. Neidisch?

Lurchi: Nein. Man kennt sich in der Heldenbranche. Und das, was die Kollegen von den Hollywood-Sets verraten, zieht mir auch nicht immer die Schuhe aus. Vergnügungssteuerpflichtig ist das nicht oft.

Wir bedanken uns fürs Gespräch.

Lurchi: Gern geschehen.  Gibt es hier in der Nähe einen preiswerten Reifenhändler?

 


 
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